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Kants „ewiger Weltfrieden“ - durch Konsumismus oder Vernunft?

Kurs nicht mehr buchbar
Kursnr. YA20020
Beginn Do., 21.05.2026, 18:30 - 20:30 Uhr
Dauer 1 Abend
Kursort Stadtbibliothek Kreuztal, Veranstaltungsraum
Gebühr 5,00 €
Teilnehmer 5 - 50

Kursbeschreibung

Der Vortrag knüpft an die vorangegangene Reflexion des Aufklärungsideals von Immanuel Kant

(Vortrag Januar) an. Der deutsche Medienwissenschaftler Norbert Bolz vertritt die These, dass das Bedürfnis der Menschen nach Profitmaximierung in einem globalen, wechselseitigen Handel nicht mit Kriegen vereinbar ist und sich früher oder später jedes Volkes bemächtige, sodass es deshalb beständige Bündnisse erstrebe. Diesem von ihm als menschliche „Natur“ aufgefassten Mechanismus stellt der neben Th. W. Adorno berühmteste Philosoph der „Frankfurter Schule“, Jürgen Habermas, die Vernunft als Vermögen menschlicher universaler Verständigung gegenüber, die historische Bedeutung erlangt habe durch soziale Bewegungen wie z.B. die Institutionen des demokratischen Verfassungsstaates. Habermas versteht sich somit als Erbe der durch Kant begründeten philosophischen und politischen Aufklärung. Wie viel „Natur“ dem Menschen einerseits vorgegeben ist (Bolz), und wie viel „Kraft“ durch seine „natürlichen Fähigkeiten“ (Habermas) andererseits von ihm abverlangt wird, soll durch die Gegenüberstellung beider Gegenwartsphilosophen in Bezug auf die gegenwärtigen politischen Ereignisse thematisiert und diskutiert werden.


Wer sich schon einmal vorab mit den Theorien beschäftigen möchte:

Norbert Bolz: Das konsumistische Manifest. Wilhelm Fink Verlag, München 2002.

Jürgen Habermas: Der gespaltene Westen. Suhrkamp, Frankfurt/M. 2004.



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